L-TV Mittschnitt zum Integrationspreis 2011 Baden-Württemberg « By Steve Bimamisa | 28 October 2011 »

L-TV Mittschnitt zum Integrationspreis 2011 Baden-Württemberg

Auch die unterschiedlichsten Kulturen weisen ungeahnte Gemeinsamkeiten auf. Das haben mit Kreativität die internationale Band Diversité und der Tänzer Yahi Nestor Gahe anlässlich der Verleihung des Integrationspreises der Diakonie Württemberg am Freitag bewiesen. Kurzerhand kombinierten sie den südafrikanischen Gumboot-Dance mit dem bayerischen Schuhplattler. Zum dritten Mal zeichneten das Diakonische Werk Württemberg und die Evangelische Landeskirche lokale, ehrenamtliche Integrations-Projekte aus. Der Preis wird alle zwei Jahre ausgelobt und ist mit insgesamt 3200 Euro dotiert. Die Hauptpreise gingen nach Göppingen, Zuffenhausen und Biberach.Das bürgerschaftliche Engagement sei wichtig für die Entwicklung der pluralen Gesellschaft, sagte die baden-württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney bei der Preisvergabe. „Wir müssen Integration als einen Prozess verstehen: sich auf den Weg machen, aufeinander zugehen und sich auf Veränderungen einlassen."Der Oberkirchenrat und Vorstandsvorsitzende der Diakonie, Dieter Kaufmann, freute sich, dass sich so viele Bürger mit den Themen Migration und Integration auseinandersetzen und sich vor Ort für Betroffene einsetzen, humanitär und politisch gleichermaßen. „Das christliche Welt- und Menschenbild steht für das Verbindende, es ist das Fundament, auf dem alle Menschen eine gemeinsame Zukunft in Frieden und Solidarität leben können", sagte Kaufmann.Insgesamt hatten sich 13 Initiativen und vier Einzelpersonen um den Preis beworben. Das sind fünf mehr als bei der letzten Preisverleihung 2009. Mit dem ersten Preis wurde das Theater der Kulturen Global Players aus Göppingen ausgezeichnet. Die Arbeit der Gruppe schafft ein positives Bild von zugewanderten Menschen, lautete die Begründung der Jury. Sie lobte den „außerordentlichen Ansatz mit hoher Ressourcen-Orientierung der Teilnehmer". Die zweite Ehrung ging nach Zuffenhausen an die Initiative Aufeinander zugehen - Begegnung von Christen und Muslimen, die von der evangelischen und muslimischen Gemeinde gegründet worden ist. Oberkirchenrat Ulrich Heckel würdigte die Aktion als eine große Vernetzung von Kirche und Gesellschaft. „Das Projekt ist ein wichtiges Beispiel für das friedliche Zusammenleben von Christen und Muslimen." Die Wünsche und Ängste der Menschen werden dabei ernst genommen. Ziel sei, eine Brücke zwischen Okzident und Orient in Zuffenhausen zu bauen, so Heckel. StZ, 10.10.2011